Wie Hat Hubert Schatz gearbeitet, gelebt und geschaffen?

Hinter jedem Bild steckt eine verborgene Geschichte, ein eigener Prozess. Dieser lief bei Hubert Schatz sehr vielfältig ab, doch eine Konstante blieb dabei immer gleich: die enge Verbindung mit der Natur.

Denn der freie Raum der Natur und die Abwesenheit von urbanem Trubel und Alltag inspiriert uns Menschen schon seit Anbeginn der Zeit. In einem Haus am Land zu Leben bedeutete für Hubert Schatz nicht nur den Garten zu pflegen und lange Spaziergänge über die Felder und Wälder zu machen. Es war für ihn ein Geschenk, den frischen Tau an einem Wintermorgen zu erblicken, oder die goldenen Blätter der Linde im Herbst in Händen zu halten. All diese Dinge waren eine Meditation für den Künstler und inspirierten ihn täglich auf eine neue Art.

In all den Ateliers, die der Künstler während seiner Laufbahn nutzte, war die enge Verbindung mit der Natur unvermeidlich. Als er in den späten 90er Jahren in Gerhagen (OÖ), lebte, stand ihm das erste mal eine große Nutzfläche als Lager – und Atelierraum zur Verfügung. Auf diesem „Gehöft“, hoch auf einem Hügel mit Panoramablick in die weite Landschaft, arbeitete er in alten Stallräumen, Heuböden und vieles mehr.

Noch heute, nach 20 Jahren sind Spuren von Hubert Schatz in diesem Räumen zu sehen. Denn die neuen Besitzer haben Wandmalereien des Künstlers bei einer großen Renovation im Originalzustand belassen.

Das Spiel mit den Farben

Pigmente, Ölkanister, Schachteln voller Kreiden, Kohle. Bleistifte, Wasserfarben, Acryltuben, Papierstapel. Und Werke in ihrem originalen Habitat, soweit das Auge reicht.

Dies ist nur ein kleiner Eindruck von den Räumen, in denen Hubert Schatz gearbeitet hat. Einzigartig sind dabei die Augen der Naturgeister, von denen man den Blick gar nicht abwenden kann, so sehr ziehen sie einen in denn Bann.

Ausblick vom Künstlerrefugium Schatz

Der heilige Baum, der See und die Wälder

Seit 2007 lebte Schatz in St.Pantaleon, Ostermiething eng im Einklang mit der Natur. Nicht nur ein großer Garten sondern auch viele Räumlichkeiten für künstlerische Tätigkeiten standen ihm dort zur Verfügung. An diesem ruhigen und meditativen Ort hat der Künstler bis zu seinem letzten Tag gearbeitet, gedichtet, gezeichnet und die Wunder der Natur genossen.

Er schrieb Gedichte über die große Weide welche sich vor dem Haus erstreckte und zu dem „Heiligen Baum“ am Hügel führte. Ein Platz voller Energie und Kraft. Unweit von dem Anwesen liegt der Höllerersee still inmitten von Wäldern. An diesem See war der Künstler sehr bekannt, da er in warmen Zeiten fast täglich seine Runden durch das frische Wasser zog und seinen Geist nährte.

Tage des Offenen Ateliers