
Ein Leben voller überraschender Wendungen
Dies ist eine Geschichte über Hubert Schatz. Hier erfahren Sie mehr über die Emotionen, Gedanken und Taten im Leben eines Künstlers. Einen kürzeren Überblick über seinen Werdegang erfahren Sie hier.
Hier finden Sie eine Auflistung über die verschiedenen Lebensabschnitte:
- August 1960
- 1971
- 1975
- Der Poet erwacht
- Die Künstlerische Tätigkeit nimmt ihren Lauf
- Die Feuerzeichnungen
- Das Institut für Naturgeistforschung
- Die ersten Ausstellungen
- Die Geister kommen zur Ruhe

August 1960
Hubert Schatz wurde am 09.08.1960 in der Marktgemeinde Ostermiething (OÖ) als drittes Kind der Kleinbäuerin Christine Schatz, geborene Bernecker, und des Chemiewerkers Hubert Schatz geboren. Er war ein lebendiger und interessierter Junge.
1971
Im Herbst des Jahres 1971 wurde er an die Hauptschule seiner Heimatgemeinde gesandt, da seine Eltern keinen akademischen Bildungsweg für ihn vorgesehen hatten. Doch schon früh stieg in dem Jungen das Interesse an Büchern und Radiosendungen.
So kam es, dass Schatz sich in sein Zimmer zurückzog und sich früh mit fernen Kulturen, Ländern, Religionen beschäftigte. Mit der Zeit wuchs das Interesse an naturwissenschaftlichen Problemen, insbesondere der geheimnisvollen Welt der Astronomie und Physik, was seine schulischen Leistungen und sein Wissen förderte.

Während seiner Schulzeit gründete er den sogenannten „Sternenclub“, in dem seine Freunde einen Beitrittsbeitrag leisten musste, mit dessen Einnahmen er sich neue Bücher verschaffte, um seinen Bildungshorizont zu erweitern. Durch das enorme Interesse an Astronomie stand Hubert Schatz sogar in den frühen 80ern per Briefpost in Kontakt mit der NASA. Er sendete ihnen wissenschaftliche Erkenntnisse und vieles mehr zu. Im Austausch dafür erhielt er damals noch seltene Bilder vom All oder etwa der Mondlandung.
1975
Schließlich, nach einer tiefen, zeitintensiven Beschäftigung mit Mathematik, Physik und Astrophysik, welche sich über vier Jahre streckte, erschuf Schatz die theoretische Abhandlung „Unser Sonnensystem“. Mit diesem Werk erhielt er zum Philips-Jugend-Wettbewerb 1975 als jüngster Teilnehmer den sechsten Rang, im Alter von nur 15 Jahren. Dieser Erfolg bestärkte Schatz in dem Entschluss, nach der Hauptschule auf das Gymnasium zu gehen, um später das Studium der Physik und Mathematik antreten zu können.

Der Poet erwacht
Nach der Hauptschule ging es für den jungen Künstler in das MuPäd in Salzburg, sogar gegen den Wunsch seiner Eltern, welche sich seine Zukunft als Bergwerker ausmalten. Diese Zeit war durch den Abstand zum Elternhaus und die dadurch entstehende Eigenständigkeit geprägt von inneren Veränderungen und Umbrüchen. Schon bald wurde er dort mit den großen Bildungserlebnissen der Geistesgeschichte vertraut, die ihm bis dahin verschlossen geblieben waren.
Bereits im ersten Jahr seiner Gymnasialzeit zeichnete sich eine Distanzierung zur Mathematik und Physik, hin zu einem wachsenden Interesse an der Welt der Lyrik und Poesie. Die großen Reformatoren der Weltgeschichte, der Politik, Philosophie und Naturwissenschaft beeindruckten ihn sehr. Scheinbar verdrängte er durch Lektüren von Franz Kafka, Hesse, Sartre, Camus, Kleist und Thomas Bernhard jeden Reiz einer wissenschaftlichen, materialistischen Modellwelt. Diese ersten Einflüsse öffneten ihm erste Türen zur geistlichen Welt, die später ein so großer Bestandteil seines Lebens werden sollte.

Sein Geist beginnt sich in die poetische Welt zu erstrecken. Erste Versuche im Schreiben und Dichten beginnen in einem Wohnheim voller jugendlicher am Beginn ihres Lebens. Mit der Zeit häuft sich das Probieren im lyrischen Ausdruck und endet in einem Überfluss an Gedichten, Lyrischen Texten und Poetischen Versen. Dieser Fluss schien kein Ende zu finden, so entstanden in dieser Zeit auch erste Theaterstücke und Gedichtbände, jedoch wurde vieles von Schatz selbst zerstört.
Der junge Mann wechselte also den äußeren Denkschauplatz mit dem Denk- und Fühlschauplatz des inneren Alls. Von da an verspürte er die Hinneigung zur Physik oder Astronomie immer weniger, wobei man den Einfluss des bereits angeeigneten, umfangreichen Wissens deutlich in all seinen Werken erkennen kann. Allmählich traten aus der Fülle der neuen Empfindungen und Erlebnisse durch die Beschäftigung mit Literatur, Psychologie und Kunst in ihm selbst Adern des kreativen Verlangens auf.
Die Künstlerische Tätigkeit nimmt ihren Lauf
Hubert Schatz‘ offizielle künstlerische Tätigkeit begann Mitte der 80er Jahre, in denen er erste Werke auf Papier und Holz veröffentlichte. Zu Beginn des Jahrzehnts lebend in Wien, befand er sich in einer Stadt, die von Restaurierungen und Renovierungen ganzer Häuser geprägt war. Container auf den Straßen, welche mit alten Holzbrettern, Platten, oder sonstigem Sperrmüll gefüllt waren, baten den geeigneten Brennstoff um neue Kunst zu erschaffen. Die endlose Fülle von freiem Material auf Wiens Bürgersteigen vor der Haustür im damals heruntergekommenen 7. Bezirk förderte erste Beziehungspunkte mit dem künstlerischen Schaffensprozess. Nun verwandelte sich der poetische Stift in einen malerischen Pinsel, doch beides wurde ein Hauptbestandteil des Künstlers. Denn die Symbiose der Lyrik und der Malerei ermöglichte Schatz im Laufe seines Lebens, seine verborgene, einzigartige innere Welt mit den Menschen zu teilen.

Hubert Schatz wollte frei von allen Einflüssen sich selbst entdecken, finden und seine Wege vom Gestrüpp des Materialismus, der Wissenschaft und dornengesträuchder Bildung freilegen. Er erkannte, dass er der Unendlichkeit des Universums auch in seiner eigenen Psyche, seinem eigenen Bewusstsein in anderen Modifikationen und Empfindungskategorien entgegentrat.
Es war eine Periode des inneren Umbruchs, der Umwertung aller Werte.

Von da an begann der Drang zum malerischen Ausdruck exponentiel zu wachsen, welcher in einem nie stoppenden Prozess endete.
Nach seinem Theaterwissenschafts- und Philosophiestudium neigte sich die Zeit in Wien dem Ende zu, denn der Künstler erwartete schon bald Nachwuchs. Durch einen Wohnortwechsel in das Mühlviertel in einen großen, leerstehenden Bauernhof entstand ein gewaltiger Kontrast zur lebendigen Großstadt. Die Ruhe und die Rückkehr auf das Land sowie die Inspiration durch die Natur und die Liebe der frisch geschaffenen Familie entfachten das Feuer der Kreativität nur umso mehr.

In den alten Ställen und Arbeitsräumen des Hofes war schnell ein optimales Atelier eingerichtet, welches viel Raum und unendliche Möglichkeiten zum kreativen Exzess bat. Auch in der Zukunft entschied er sich immer für die ländliche Gegend und leerstehende Bauernhöfe. Dies nicht nur der Naturverbundenheit wegen, sondern auch aus dem Grund, da diese viel Freiraum und Möglichkeiten baten.
Erste Arbeiten von Schatz unterscheiden sich noch sehr von seinen späteren Werken. Diese waren sehr düster, eher farblos, überwiegend bearbeitet mit schwarzer Kohle und auf verschiedensten Materialien gefertigt.

Die Feuerzeichnungen
In den abstrakten, mystischen Werken dieser Ära zeichnet sich auch ein ganz besonderer Stil des Künstlers wieder: die „Feuerzeichnungen“. Hier wurde tatsächlich mit Feuer gezeichnet. Viele dieser Arbeiten sind von Brandflecken übersät, andere angekokelt. Mit dem Rauch von brennendem Räucherwerk wurde hier gearbeitet, als der Qualm als Pigmentmittel diente und einen eigenen, grauen „Rauch“ abbildet. Diese Technik verlieh den Bildern einen einzigartigen Ausdruck. Die für ihn bekannten „Naturgeister“ sind hier noch nicht so deutlich zu erkennen, wenn überhaupt in einer anderen Form. Es scheint so, als müsste sich die Form des Geistes über die Jahre und durch die Erfahrung des Erschaffers erst entwickeln. Doch durch den Rauch der Feuerzeichnungen malten die Feuergeister quasi selber, was dem ganzen einen sehr spirituellen Hauch verleiht und widerspiegelt, welche tiefe Bedeutung Hubert Schatz seinen Geistern aneignete.

Das Institut für Naturgeistforschung
Viele Kunst Interessentinnen haben sich schon mit der Antwort auf die Frage beschäftigt, was Schatzschen Geister darstellen, ob sie außerirdische sind oder von guter oder böser Natur. Und woher kommen sie? Was hat es mit ihnen auf sich, wie ist er darauf gekommen und was für eine Bedeutung steckt dahinter? Um dieses Thema zu vertiefen und eine mögliche Antwort hat Schatz 1993 das „Institut für Naturgeistforschung“ gegründet.
Dieses widmet sich dem Feld der Geisteswesen, welche so unverkennbar für den Künstler stehen. Naturgeistforschung ist eine künstlerisch- poetische Wissenschaft, beschäftigt sich im Grunde mit der künstlerischen Erforschung der Entstehung Gottes (als des gesamten Universums) und des darin untrennbar hineinverwobenen menschlichen Bewusstseins und der Entfaltung des göttlichen darin. Wenn sie sich in die Welt der Naturgeister vertiefen wollen und mehr über das Institut und dessen Sinn und Zweck erfahren wollen, klicken sie hier.

Die naturgeistforschung sucht möglichkeiten, das wesen des menschen, die natur seines seins, mitzuergründen und gelangt durch die lebendige transparenz seiner entfaltungsspektren und seines magisch-religiösen weltverständnisses (naturgeister, dämonen, engel, schutz- und tiergeisteer als heilkräftewesenheiten und vieldimensionale schutzengelaspekte) naturgemäß und unweigerlich zum ursprung der zeichnung
– Auszug aus einem Manuskript des Instituts für Naturgeistforschung

Die ersten Ausstellungen
Bereits 1985, im alter von 25 Jahren, präsentierte Hubert Schatz seine erste Ausstellung in der Schiferkirche Obernberg. Diese beinhaltete Installationen, Musik, Zeichnungen und Lyrik mit einem mystischen Hintergrund – bereits hier war deutlich erkennbar, dass sich seine Kunst den verborgenen Dimensionen unserer Welt widmet.
Im Laufe der nächsten Jahre realisierte er viele Ausstellungen in verschiedenen Städten. so zum Beispiel im Jahr 1992 fünf mal, wie etwa in der Galerie Rhytmogramm in Bad Ischl, im Linzer Golf-Club Mühlviertel, Luftenberg oder der Freilichtgalerie Neugasse, Ried im Innkreis. Eine Auflistung seiner gesamten Ausstellungen finden Sie hier.

Viele dieser Ausstellungen zeigten eine große Anzahl an Kunstwerken. Was besonders war, war die Tatsache, dass es sich nicht nur um gerahmte Bilder oder Leinwände handelte. Nein, die Besucher konnten eine Vielzahl verschiedener Medien bestaunen. Da waren etwa bemalte Holzpfosten, alte Bauernhof – Holztüren, verzierte Ski oder Mistgabeln. Leinenfetzen aus vergessener Zeit mit Naturgeist – Zeichnungen versehen. Hefte mit hunderten von unterschiedlich und äußerst interessant bemalten Seiten. Gedichte, Reime, Manuskripte und Lesungen. Klassische, aber auch sehr mystische Werke mit Kohle auf Papier, Pappe oder Karton. Und als wäre das nicht schon vielfältig genug, fand man auch schamanische Trommeln, mit denen der Künstler die Präsenz der Naturgeister herausforderte. All diese Dinge und noch viel mehr, konnte man als KunstbeGEISTerte/r in mehr als 55 Ausstellungen bestaunen.


Die aktuellste der Ausstellungen mit dem Titel „Poesie der Naturgeister“ findet momentan im Sigl Haus St. Georgen statt. In dem historischen Haus werden verschiedenste Medien ausgestellt, welche von Hiltrud Oman gekonnt kuratiert und zur Schau gestellt werden. Laut unserem Management der Schatz Gallery ist diese Ausstellung eine gelungene Ehrwürdigung des geliebten Künstlers.
Nicht nur Malereien hat der Künstler erschaffen, sondern auch zahlreiche Gedichtbände und Publikationen, wie „Gehölzer des Herzens“ oder „Zimmer im Schotter“. Mehr über seine Bücher erfahren Sie hier.
Die Geister kommen zur Ruhe
Nach mehreren erfolgreichen Dekaden und zahlreichen Auszeichnungen, Preisen und internationaler Bekanntheit sowie Anerkennung entschied sich Hubert Schatz dafür, sich zurückzuziehen. Obwohl er schon seit Kindheit an sehr belesen war, begann etwa 2012 eine Phase des exzessiven Studiums der Bewusstseinslehre. Er verschwand regelrecht hinter seinen Büchern und bildete sich in einem bemerkenswerten Tempo weiter. Es war, als würde er sehnsüchtig nach einer Antwort suchen, die weit im verborgenen lag. Neben dem lesen fand Schatz aber trotzdem genügend und sogar täglich Zeit für das Malen und Zeichnen. Was jetzt keine Leinwände mehr waren, wurden zu alten Schulheften, die er in Massen bearbeitete. Der Drang zum künstlerischen Ausdruck kam nie zu kurze, jedoch wandelte er sich in einen eher privateren Schauplatz, von großen zu kleinen Formaten, von Ölfarben zu Wasserfarben, von Kohle und Pigmenten zu Kugelschreiber und Bleistift. Am Schreibtisch wurden auch Flüssigkeiten wie Kaffee oder Rote Bete in seine Heft – Zeichnungen mit eingebracht. Man kann also sagen, dass die Naturgeister Hubert Schatz bis zu seinem letzten Tag begleiteten.
Doch nicht nur das Lesen und Zeichnen erfüllten seine täglichen Routinen, sondern auch die Hausarbeit. So kam es, dass Hubert Schatz in seinem am Land gelegenen Naturreich den Zugang zur Naturwelt weiterhin vertiefte. Das Holzhacken erfüllte ihn mit Freude, so etwa die bestimmte Technik, einen schweren, alten Buchenscheitel zu zerteilen. Dieses „Wissen des Holzhackens“ gab er auch an seine Kinder und Enkel weiter, in der sogenannten „Holzhackschule“. Daneben war es ihm eine Meditation, mit seinem Kaffee in der Sonne zu sitzen, die Ruhe zu genießen und kleine Stecker, die von den Bäumen hinuntergefallen sind, zu zerkleinern, denn das würde gut beim anzünden des Holzofens helfen. Das Haigen des gemähten Rasens, das Rächen des goldenen Herbstlaubes – was für viele Menschen eine lästige Gartenarbeit ist, war für Hubert Schatz ein wundervolles Tun. Eine Meditation, für die er dankbar war, einen Moment, den er schätzte.
Reisen
Im Laufe seines Lebens unternahm Hubert Schatz zahlreiche Reisen, die so besonders waren, dass sie hier unbedingt erwähnt werden müssen. Denn auch als Photograph war der Künstler deutlich talentiert. So entstanden auf den Reisen viele einzigartige Momentaufnahmen, auf Film geschossen.


Zitate des Künstlers
„Ich denke mir nichts aus, das kommt direkt aus dem inneren Erleben, aus innerer Energie“, schildert der Künstler, der als Arbeitsmethode die „Kunst des nicht-Denkens“ entwickeln will. Er hält auch nichts davon, seine Bilder dem Betrachter zu erklären: „Jeder soll zulassen, was er beim Betrachten spürt, es ist für ihn persönlich wahr.“ Denn künstlerisches Ziel von Hubert Schatz ist es nicht, die Welt zu verändern, sondern sich selbst zu erkennen.
– Josef Haslinger.
„Der Schlaf ist ein verändernder Bewusstseinszustand, und veränderte Bewusstseinszustände sind auch die Quelle meines Schaffens.“, so spricht der Naturgeistforscher.
So will auch ich nach besten kräften als mensch und künstler helles wissen
Als lebenswarmes gefühl erfahren
Und im entfaltungsprozess des lebens
Als mildes, warmes licht in das suchende menschtum
Heilvoll hineinströmen lassen
Mögen mir alle schutzengel-ausstrahlungen der
All heilenden Liebe gottes behilflich sein.
Danke
Über das innere anliegen der natugeistforschung, Juli 1993












